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Pressemitteilungen und politische Positionen

Hier finden Sie unsere Pressemitteilungen und Stellungnahmen.

Halbjahreszeugnisse: „Schlechte Noten können viele Ursachen haben“

By Pressemitteilungen und politische Positionen

Vor der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse, gibt der Berliner Kinderschutzbund Eltern wichtige Hinweise an die Hand – bei schlechten und bei guten Noten.

Anlässlich der Halbjahreszeugnisse ruft der Kinderschutzbund Landesverband Berlin e. V. Eltern zu einem verständnisvollen und unterstützenden Umgang mit den schulischen Leistungen ihrer Kinder auf. „Schlechte Noten können viele Ursachen haben – etwa Stress, Überforderung, Schulangst oder Konzentrationsprobleme“, erklärt Annette Knor, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in der berlinweiten Beratungsstelle vom Kinderschutzbund.

Wichtig sei, die Gefühle der Kinder ernst zu nehmen und nicht herunterzuspielen. „Die Reaktion der Eltern hat einen Einfluss darauf, ob Kinder entmutigt werden oder sich motiviert fühlen“, so Knor. Statt zu schimpfen, zu drohen oder Vergleiche zu ziehen, sollten Eltern nachfragen, was besonders schwergefallen ist, und gemeinsam mit dem Kind nach Lösungen suchen.

Unabhängig von den Noten müsse beim Kind zudem ankommen, dass es geliebt wird. „Die Eltern-Kind-Beziehung sollte immer vor Leistung gehen. Leistung ist auch wichtig – aber der Selbstwert ist wichtiger“, so Knor. „Eltern sollten dem Kind darum immer klar machen: Du wirst geliebt. Und die Note sagt nichts über deinen Wert aus. Sie ist eine Momentaufnahme.“

Auch bei guten Zeugnissen rät die Expertin des Kinderschutzbundes Berlin dazu, mit dem Kind in den Dialog zu gehen. “Eltern sollten wertschätzend reagieren und interessiert. Nicht übertrieben, aber klar positiv. So könnten sie etwa fragen, worauf das Kind selbst stolz ist. Gleichzeitig gilt: Auch zu viel Jubel kann Leistungsdruck erzeugen”, so Knor. Statt übermäßigem Lob oder hohen Geldgeschenken für die gute Note, sollten Eltern Interesse an der Entwicklung ihres Kindes zeigen und dessen Anstrengung würdigen – nicht nur das Ergebnis.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier zum Download.

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Kooperationsprojekt „Kinderrechte to play“ stärkt Kinder als Botschafter*innen für ihre Rechte

By Aktuelles, Pressemitteilungen und politische Positionen

Der Kinderschutzbund Landesverband Berlin arbeitet mit dem GRIPS Werke e.V. und dem GRIPS Theater zusammen. Kinder sollen sich bei einem Theaterprojekt ihre eigenen Rechte kreativ erschließen.

Der Kinderschutzbund Landesverband Berlin e. V. ist Kooperationspartner des Beteiligungsprojekts „Kinderrechte to play“ der GRIPS Werke e.V. und des GRIPS Theaters. Das Projekt wird an einem der eFöB-Standorte des Kinderschutzbundes vorgestellt, um Kinder für eine kostenfreie Teilnahme zu begeistern.

Kinderbeteiligung ist seit vielen Jahren fest im Selbstverständnis der GRIPS Werke e.V. und des GRIPS Theaters verankert. Mit dem neuen Projekt „Kinderrechte to play“ entwickelt das GRIPS ein kreatives Format, in dem sich Kinder die Kinderrechte erarbeiten und ihr Wissen an andere Kinder weitergeben. So werden die Kinder zu Botschafter*innen für Kinderrechte.

In den Spielzeiten 2026 bis 2028 sind Kinder im Alter von 9 bis 12 Jahren eingeladen, sich intensiv mit ihren Rechten auseinanderzusetzen und spielerisch eigene künstlerische Wege zu erforschen. Dabei erkunden sie beispielsweise Theater, Tanz und Musik als Ausdrucksformen. Aus diesen Entdeckungen entwickeln sie eigene Spiele und Methoden, um ihr Wissen über Kinderrechte weiterzugeben – ganz ohne Erwachsene. Ein professionell produziertes Methodenset entsteht, das anschließend veröffentlicht und verteilt wird.

Mit „Kinderrechte to play“ gestalten Kinder ihre Perspektiven selbst, kommunizieren in ihren eigenen Ausdrucksformen und geben sie an Gleichaltrige weiter. Das Projekt verbindet künstlerische Arbeit mit selbstbestimmter Auseinandersetzung und schafft Räume für Ausdruck, Mitbestimmung und Empowerment. Es knüpft an die langjährige Praxis der partizipativen Theaterarbeit der GRIPS Werke e.V. und des GRIPS Theaters an und stärkt Kinder darin, ihre Sichtweisen eigenständig zu gestalten und zu teilen.

Der Kick-Off des Projekts findet am 07. und 08. Februar 2026 statt.

Weitere Informationen: www.kinderrechte-to-play.de

Gefördert von: Aktion Mensch, Paritäter Berlin, Bundeszentrale für politische Bildung, Deutsches Kinderhilfswerk.

In Kooperation mit: Der Kinderschutzbund LV Berlin, Archiv der Jugendkulturen, Netzwerk Kinderrechte, Evangelisches Johannesstift

Mit freundlicher Unterstützung von: Kulturprojekte Berlin, Bildungsflügel e.V.

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Silvester 2025/26: Kinderschutzbund Berlin warnt vor Feuerwerks-Gefahren für Kinder

By Pressemitteilungen und politische Positionen

Der Kinderschutzbund Berlin befürchtet erneut Verletzungen von Kindern durch Feuerwerk – und gibt Aufsichtspersonen Tipps für einen sicheren Jahreswechsel.

Der Kinderschutzbund Berlin e. V. ruft Eltern, Aufsichtspersonen und alle Bürgerinnen dazu auf, Kinder an Silvester besonders vor Verletzungen durch Feuerwerk zu schützen. Jedes Jahr müssen zahlreiche Verletzte in Berliner Notfallambulanzen behandelt werden – darunter viele Kinder und Jugendliche. Besonders Kinder unter 12 Jahren sind laut Kinderärztinnen von feuerwerksbedingten Verletzungen wie Augenverletzungen oder Gehörschäden betroffen.

Kinder geraten dabei häufig durch altersungeeigneten Umgang mit Feuerwerkskörpern und mangelnde Aufsicht in Risikosituationen. Viele werden aber auch als unbeteiligte Zuschauer oder durch liegengelassene Fehlzünder verletzt.

„Für Kinder ist privates Feuerwerk besonders riskant. Wir erleben jedes Jahr an Silvester, dass Kinder verletzt werden, obwohl sie selbst kein Feuerwerk zünden. Sie stehen daneben, laufen über die Straße oder schauen zu – und geraten dabei in Gefahr. Gerade in dicht besiedelten Gebieten wie Berlin erhöht das private Feuerwerk das Verletzungsrisiko für Kinder erheblich.“ – Raphael Cuadros, stellvertretender Geschäftsführer des Kinderschutzbundes Berlin

Praktische Tipps für den Kinderschutz:

  • Kinder und Jugendliche unter 18 dürfen keine Raketen kaufen oder zünden. Ab 12 Jahren sind unter Aufsicht Wunderkerzen und Tischfeuerwerk erlaubt.
  • Auf CE-Kennzeichnung und BAM-Prüfsiegel achten; Feuerwerkskörper für Kinder unzugänglich aufbewahren.
  • Kleinkinder sollten Feuerwerk nur durch das geschlossene Fenster anschauen.
  • Mindestabstand von 5 Metern zu Feuerwerksraketen einhalten und Löschwasser bereithalten – auch bei Kleinfeuerwerk.
  • Gehör der Kinder schützen (z. B. Ohrstöpsel).
  • Feuerwerks-Reste rasch einsammeln. Bei Fehlzündungen mindestens 15 Minuten warten, dann vorsichtig mit Wasser übergießen und sicher entsorgen. Auch Kleinteile (Stäbe, Verpackungen) sammeln – Verschluckungsgefahr für Kleinkinder.

Eltern können ihre Kinder aktiv in die Silvester-Planung einbeziehen. Glückskekse, Wachsgießen, Spiele oder eine Kinder-Playlist sind kindersichere Alternativen für eine kindgerechte Feier ohne Feuerwerk.

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Haushaltskürzungen bedrohen Schulstationen: Kinderschutz braucht Verlässlichkeit statt Notlösungen!

By Pressemitteilungen und politische Positionen

Infolge der geplanten Haushaltskürzungen sind die Schulstationen im Bezirk Mitte von der Schließung bedroht. Der Kinderschutzbund Berlin drängt auf ihre langfristige Finanzierung.

Im Haushaltsentwurf 2026/27 des Bezirks Mitte sind die fünf Schulstationen an Grundschulen im Bezirk vollständig gekürzt. Der Bezirk sieht sich nicht mehr in der Lage, diese sehr bewährte und erfolgreiche Form der Schulsozialarbeit zu finanzieren.

Den Trägern wurde seitens des Bezirks lediglich eine Auslauf-Finanzierung angeboten. Der Kinderschutzbund Berlin beabsichtigt, dieses Angebot anzunehmen, um die von der Schließung bedrohte Schulstation an der Erika-Mann-Grundschule wenigstens so lange wie möglich zu sichern. Die Mittel reichen jedoch nicht.

Der Kinderschutzbund Berlin hält daher an seiner Forderung an den Bezirk Mitte fest, alle Schulstationen in ihrer bisherigen Form zu erhalten und ihre langfristige Finanzierung zu sichern. „Wir fordern Verlässlichkeit statt Notlösungen“, sagt Raphael Cuadros, stellvertretender Geschäftsführer des Kinderschutzbundes Berlin. „Schulstationen sind die Frühwarnsysteme unserer Schulen. Sie sind die Orte für Kinder, wenn es zu Hause, mit Freunden oder in der Schule nicht mehr geht. Hier werden Krisen erkannt, bevor sie eskalieren. Wer Schulstationen streicht, riskiert, dass Kindeswohlgefährdungen unbemerkt bleiben.“

In diesem Zusammenhang fordern wir auch das zuständige Jugendamt dazu auf, sich für den Erhalt der Schulstationen im Bezirk Mitte einzusetzen, denn die in Aussicht gestellten Mittel durch den Bezirk Mitte decken die Kosten des für Kinder so wichtigen Angebots nicht einmal für das erste Halbjahr 2026. „Für das Jahr 2027 haben wir vom Bezirk zudem eine klare Absage der Finanzierung bekommen – ein herber Schlag, der unsere Schulstation und damit auch die Kinder vor eine ungewisse Zukunft stellt“, so Cuadros weiter.

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Kinder-Wohnungslosigkeit stoppen: Der Berliner Senat muss jetzt handeln!

By Presse, Pressemitteilungen und politische Positionen

Die Zahl von mehr als 15.000 wohnungslosen Kindern in Berlin ist seit Wochen bekannt, doch politische Reaktionen bleiben aus. Der Kinderschutzbund Berlin fordert eine sofortige Landesinitiative, um Minderjährige zu schützen und ihre Kinderrechte umzusetzen.

„Das Recht auf Wohnen ist ein Menschenrecht und gilt insbesondere für Kinder, Jugendliche und deren Familien“, sagt Sabine Bresche, Koordinatorin der Beratungsstelle des Kinderschutzbundes Berlin. „Die eigene Wohnung soll Kindern und ihren Familien einen sicheren und geschützten Ort bieten. Fällt dieser weg, droht ihnen ein Aufwachsen in ständiger Unsicherheit, was auf die gesamte Entwicklung massive Auswirkungen haben kann.“

Laut Bericht der Senatssozialverwaltung von Ende Juni lebten zuletzt über 15.700 wohnungslose Minderjährige in Berliner Notunterkünften – deutlich mehr als im Jahr zuvor. Dass der Berliner Senat trotz der steigenden Zahlen bis heute keine konkreten Sofortmaßnahmen ergriffen hat, ist aus Sicht des Kinderschutzbundes Berlin nicht nachvollziehbar. Gerade vor dem Hintergrund des staatlichen Auftrags, Kinder besonders zu schützen und ihre Rechte zu wahren, besteht aus Sicht des Kinderschutzbundes Berlin dringender Handlungsbedarf.

Unsere Forderungen an die Politik:

– Beschleunigter Ausbau des sozialen Wohnraums für Familien

– Einrichtung und Finanzierung von Übergangswohnungen

– Verbesserung der statistischen Erfassung von Wohnungslosigkeit, um auch verdeckte Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit von Familien sichtbar zu machen

– Sofortige Umsetzung von Kinderschutzkonzepten in allen Notunterkünften, in denen Familien untergebracht werden

– Konsequente Prävention von Wohnungsverlust mit einer stärkeren Berücksichtigung von wohnungslosen Familien bei der Vergabe von Sozialwohnungen

„Wohnungslosigkeit unter Kindern ist kein Zufall. Das Ignorieren dieser dramatischen Situation ist strukturelle Gewalt gegen Kinder und deren Familien. Was es jetzt braucht, ist ein sofortiges Handeln, um den Kinderschutz zu gewährleisten“, so Bresche.

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Schulstationen Mitte – #unkuerzbar!

By Pressemitteilungen und politische Positionen

Positionspapier zu den Planungen des Bezirksamtes Berlin Mitte, die Schulstationen im
Bezirk zum Jahresende 2025 zu beenden.

Mit Beiträgen und Perspektiven von Schülerinnen, Elternvertretungen, Schulleitungen, Lehrkräften, Sozialarbeiterinnen sowie Trägervertretungen der fünf betroffenen Schulen
in Mitte: Erika-Mann-Grundschule, Humboldthain-Grundschule, Leo-Lionni-Grundschule,
Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule und Wedding-Grundschule.

Das Berliner Bündnis spezialisierter Fachberatungsstellen Kinderschutz schlägt Alarm – KINDERSCHUTZ muss endlich an ERSTER STELLE stehen

By Pressemitteilungen und politische Positionen

Kinderschutz ist und bleibt unser höchstes Gut. Es wird im SGB VIII klar geregelt und ist staatlicher Auftrag. Leider kommt die staatliche Versorgung, seinen gestiegenen Aufträgen und immer neuen Herausforderungen schon lange nicht mehr adäquat nach.

Als Kinderschutzbund Berlin sind wir Teil des Bündnisses spezialisierter Fachberatungsstellen Kinderschutz. Gemeinsam haben wir unsere Position „Kinderschutz muss endlich an erster Stelle stehen“ veröffentlicht. Diese können Sie hier lesen.

Ein gesunder Nachmittagssnack für die Kinder unserer eFöB-Standorte.

Kinderschutzbund Berlin für beitragsfreies Schulessen

By Aktuelles, Pressemitteilungen und politische Positionen

42 Organisationen, Expert*innen und Bürger*innen fordern die Beibehaltung vom beitragsfreiem Schulessen in Berlin.

Der Ernährungsrat Berlin, der Landesschülerausschuss, der Kinderschutzbund Berlin, die Sarah Wiener Stiftung, Restlos Glücklich, Slow Food, die Verbraucherzentrale Berlin, das Deutsche Netzwerk Schulverpflegung und viele weitere Organisationen und Expert*innen appellieren in einem Offenen Brief an die Landesregierung, die Finanzierung des Schulessens für Grundschüler*innen in Berlin beizubehalten und auf Kitas auszuweiten.

Berlin setzt bundesweit Maßstäbe beim Schulessen – bei der Qualitätsverbesserung und als erstes Bundesland, das ein beitragsfreies Schulessen in den Grundschulen finanziert. Dass Politiker*innen der Berliner CDU und SPD diese Praxis nun in Frage stellen, ist angesichts der wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Vorteile dieser Investitionen kurzsichtig und gänzlich unangemessen. Es widerspricht sowohl den Empfehlungen des ersten vom Bundestag mandatierten Bürgerrats als auch der Expertise führender Wissenschaftler*innen auf diesem Gebiet.

Eine vollwertige Ernährung, insbesondere in den frühen Entwicklungsphasen der Kinder, ist die Grundlage einer gesunden Entwicklung und für Chancengleichheit in Bildung und Teilhabe. Den wirtschaftlichen und sozialpolitischen Nutzen belegen u.a. auch die im Brief zitierten Studien aus Ländern, die flächendeckend ein kostenloses Schulessen anbieten.

Pressemitteilung: Die Brennpunktzulage für Erzieher*innen muss bleiben

By Pressemitteilungen und politische Positionen

Berlin, 30.05.2024. Berliner Erzieher*innen sollen für ihre Arbeit an Schulen in besonders herausfordernder Lage, den sogenannten Brennpunktschulen, ab Oktober 2024 nicht mehr besser bezahlt werden, anders als die Lehrkräfte. Der Berliner Kinderschutzbund fürchtet um die Qualität der Betreuungsarbeit an den Brennpunktschulen.

„An den Brennpunktschulen brauchen wir eine Bindung von qualifizierten Erzieher*innen, die Hand in Hand mit den Lehrkräften den schwierigen Herausforderungen und Bedürfnissen der Schüler*innen gerecht werden“, sagt Anke Dietrich, Vorsitzende des Berliner Kinderschutzbundes.

„Berlins Schulen in schwieriger Lage brauchen mehr Unterstützung und nicht weniger. Durch den geplanten Wegfall der Brennpunktzulage für die Erzieher*innen befürchten wir einen Fachkräfteabgang mit gravierenden Folgen für die Bildungsarbeit und Gewaltprävention an den betroffenen Schulen. Bildungsgerechtigkeit für Kinder geht anders“, so Anke Dietrich weiter.

Für ihre Tätigkeit an Brennpunktschulen bekommen Erzieher*innen momentan mehr Geld. Dadurch sollte die Arbeit an diesen Schulen attraktiver gemacht und die besonderen Herausforderungen anerkannt werden. Nun will die Bildungsverwaltung jedoch die Zulage für Erzieher*innen streichen, während sie für Lehrkräfte bestehen bleibt.

„Wie kann es sein, dass die Arbeit von Erzieher*innen an Brennpunktschulen keiner Zulage mehr bedarf, während Lehrkräfte an der gleichen Schule die Zulage weiterhin erhalten sollen? Diese Ungerechtigkeit können wir nicht hinnehmen. Wir fordern die Bildungsverwaltung auf, hier eine schnelle Lösung zu finden“, sagt Anke Dietrich.

Für Demokratie und Vielfalt

By Pressemitteilungen und politische Positionen

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung hat der Kinderschutzbund am Samstag, den 25. Mai 2024, eine Resolution gegen antidemokratische Kräfte, insbesondere Rechtsextremismus, und für Demokratie und Vielfalt beschlossen.

Anlässlich der anstehenden Landtags- und Europawahlen und dem sich abzeichnenden Rechtsruck vielerorts stellt der Kinderschutzbund in seiner Resolution klar, dass verantwortlicher Kinderschutz und die Verwirklichung der Kinderrechte mit rechtsextremen Ideologien unvereinbar ist.

Prof. Dr. Sabine Andresen, Präsidentin des Kinderschutzbundes:

„Kinder und Jugendliche in unseren Einrichtungen haben Angst. Sie suchen auf Landkarten die Länder, in die sie womöglich abgeschoben werden könnten, sollten Rechtspopulisten tatsächlich in Regierungsverantwortung – egal auf welcher Ebene – kommen. Auf den Weihnachtswunschzetteln in diesem Jahr stand sehr häufig der Wunsch nach einem deutschen Pass. Wir nehmen das nicht hin und erklären uns solidarisch mit allen Kindern und Jugendlichen – gleich welcher Herkunft.“

Die Resolution des Kinderschutzbundes bekräftigt den bereits 2017 gefassten Unvereinbarkeitsbeschluss des Verbands, der eine Mitgliedschaft „in oder die Unterstützung von Parteien und Verbänden, die offen oder versteckt rassistische, diskriminierende, antisemitische und/oder ausländerfeindliche Ziele verfolgen oder sich in diesem Sinne äußern, sowie Hass und Gleichgültigkeit gegenüber Benachteiligten und Minderheiten schüren und/oder sexuelle oder körperliche sowie psychische Gewalt insbesondere gegen Kinder in jedweder Form billigen oder diese zu fördern versuchen“ für mit einer Mitgliedschaft im Kinderschutzbund unvereinbar erklärt.

Andresen weiter:

„Eine Politikvorstellung, die ein Freund-Feind-Schema verbreitet und zwischen „Wir“ und einem als fremd definierten „Ihr“ unterscheidet, wertet letztere ab und enthält ihnen fundamentale Rechte vor. Darum rufen wir zur Solidarität mit allen Kindern und Jugendlichen auf. Fachliches Handeln in Erziehung, Bildung, Betreuung und Kinderschutz braucht ein demokratisches Fundament. Davon werden wir nicht abweichen.“