Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf ein sicheres und wertschätzendes Aufwachsen. Einrichtungen, die mit jungen Menschen arbeiten, tragen die Verantwortung, hierfür verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Ein gelebtes Kinderschutz-Konzept ist dabei ein zentraler Bestandteil und zugleich ein gesetzlicher Auftrag, der allen Beteiligten Orientierung bietet und sie in ihrer Handlungssicherheit stärkt.
Als Kinderschutzbund Berlin unterstützen wir Organisationen und Einrichtungen bei der Erstellung ihres Kinderschutz-Konzeptes. Sie können bei uns Fortbildungen zu den jeweiligen Bausteinen buchen – unabhängig davon, ob sie sich dem Thema erstmals widmen, sich im laufenden Prozess befinden oder auch bestehende Konzepte überarbeiten und weiterentwickeln möchten. Unsere Angebote orientieren sich dabei stets an der alltäglichen Praxis der Einrichtungen und folgen einem ganzheitlichen sowie partizipativen Ansatz.
Zu folgenden Bausteinen bieten wir Fortbildungen an:
Organisationsanalyse
Mit einer Organisationsanalyse können sowohl Risiken für Gewalt und Machtmissbrauch als auch bestehende Schutz- und Unterstützungsmöglichkeiten in der eigenen Organisation erkannt werden. In dem Baustein werden Risiken sexualisierter, körperlicher sowie psychischer Gewalt behandelt. Gleichzeitig wird analysiert, über welche Ressourcen die Organisation bereits verfügt, um ein sicherer Ort für Kinder und Jugendliche zu sein.
Personalmanagement
Bei der Personalverantwortung wird ein verbindlicher Standard für alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden festgelegt. Dieser soll grenzwahrende Handlungsempfehlung für den professionellen Umgang mit Kindern und Jugendlichen aufzeigen. Zudem wird erarbeitet, was es aus Kinderschutzperspektive im Bewerbungsverfahren und bei der Einstellung neuer Mitarbeitenden zu beachten gibt.
Wissensvermittlung und Qualifikation
Im Baustein “Wissensvermittlung und Qualifizierung” wird erarbeitet, wie sich das Personal (vertiefendes) Wissen zu Kinderschutz aneignen kann. Denn damit Mitarbeitende die Rechte von Kindern und Jugendlichen in der Einrichtung waren können, brauchen sie fachliche Kenntnisse und Orientierung. Gezielte und kontinuierliche Weiterbildungen zum Thema Kinderschutz, sollten daher einen hohen Stellenwert in der Qualifikation von Mitarbeitenden einnehmen.
Beteiligung und Partizipation
Beteiligung als Kinderrecht bedeutet, Kinder und Jugendliche in alle Entscheidungen und Prozesse miteinzubeziehen, die Auswirkungen auf ihr Leben haben. Sie ist Grundlage für Bildungs- und Demokratieprozesse sowie wirksame Gewaltprävention. Durch kontinuierliche Mitsprache und Mitbestimmung werden Kinder in ihrem Selbstvertrauen sowie in ihrem Vertrauen in Erwachsene und in ihr Lebensumfeld gestärkt.
Beschwerdemanagement
In diesem Baustein geht es um Beschwerdeverfahren, die Kinder ermutigen, ihre Rechte wahrzunehmen und diese einzufordern. Denn für den Schutz von Kindern und Jugendlichen braucht es Strukturen, in denen sie sich mitteilen und mögliche Missstände aufzeigen können. Ein Beschwerdemanagement als eine präventive (und intervenierende) Maßnahme, um die Rechte von Kindern und Jugendlichen in Organisationen zu sichern, ist dabei von hoher Bedeutung.
Verfahrensplan
Organisationen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, tragen die Verantwortung dafür, diese vor Gewalt und Übergriffen zu schützen. Wenn ein Verdacht auf Kindeswohlgefährdung besteht oder es zu einem Vorfall gekommen ist, braucht es daher einen konkreten Handlungsleitfaden, der allen Beteiligten Sicherheit in den folgenden notwendigen Schritten gibt. Im Baustein “Verfahrensplan” werden diese Schritte festgelegt. Ziel ist es, Einrichtungen dazu zu befähigen, für den Schutz der betroffenen Kinder und Jugendlichen zu handeln und ihnen die dafür notwendigen Kompetenzen zu vermitteln.
Verhaltenskodex
Im Baustein “Verhaltenskodex” entwickeln Organisationen ein Verständnis und eine gemeinsame Haltung für fachlich angemessene Verhaltensweisen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Es werden zudem konkrete Verhaltensweisen und Umgangsformen benannt, die es zu unterlassen gilt. Dies soll einen professionellen Umgang mit Nähe und Distanz gegenüber den Kindern und Jugendlichen sicherstellen.
Sexualpädagogisches Konzept
Das sexualpädagogische Konzept gehört ins Kinderschutz-Konzept, um die psychosexuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu begleiten und sie von erwachsener Sexualität abzugrenzen. Durch alters- und entwicklungsangemessene Angebote sowie Informationen sollen sie zudem vor sexualisierten Übergriffen geschützt werden. Im Baustein entwickeln Mitarbeitende von Organisationen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, eine gemeinsame Haltung, um kompetente Ansprechpersonen für Kinder und Jugendliche sein zu können.
Referentin
Leonie Metcalf
Sozialarbeiterin (M. A.) und Sexualpädagogin (gsp, PfS)
Für ein unverbindliches Auftragsklärungsgespräch oder bei offenen Fragen kontaktieren Sie uns gerne. Nach Absprache, entwickeln wir ein individuelles Angebot für Ihre Einrichtung.




