Geschichte

Der Berliner Kinderschutzbund wurde 1956 in Berlin-Charlottenburg gegründet. Bereits zu dieser Zeit war das erklärte Ziel, “Gefahren entgegenzuwirken, denen Kinder in ihrem körperlichen Gedeihen und ihrer sittlichen Entwicklung durch Handlungen und Unterlassungen Dritter, insbesondere durch Misshandlung, ausgesetzt sind.” (Auszug aus der Satzung von 1956).

In den ersten Jahren nach seiner Gründung sorgte vor allem die “große Milchaktion” des Berliner Kinderschutzbundes für Aufsehen. 1963 verteilten die Mitarbeiter_innen des Kinderschutzbundes beispielsweise 135.149 Becher Frischmilch an bedürftige Kinder.

Im Jahre 1973 eröffnete der Berliner Kinderschutzbund den ersten Schülerladen und machte hier Angebote für Kinder aus sozial benachteiligten Familien.

Die 80er Jahre waren geprägt von der Arbeit im Schülerladen sowie der Einrichtung eines Sorgentelefons für Kinder- und Jugendliche, dem Kinderkrankenhausbesuchsdienst sowie einer “Kleiderstube”.

1988 nahm die berlinweit arbeitende Beratungsstelle des Kinderschutzbundes mit dem Schwerpunkt “Prävention und Hilfen bei Gewalt in der Familie” ihre Arbeit auf. Im Laufe der Jahre entwickelte das Beratungsstellen-Team zahlreiche Fortbildungen und Workshops für Kinder, Eltern und Fachkräfte. Die Nachfrage nach immer neuen Angeboten ist weiterhin sehr groß.

Ab den Jahren 2002/2003 entwickelte der Kinderschutzbund viele neue Projekte für Kinder und Jugendliche. Der Schülerladens “A13” wurde umgebaut. Hier gab es jetzt Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der schulbezogenen Jugendsozialarbeit und eine Kita. Es folgten die Gründung des Kinder-Kiez-Zentrums sowie der Start der Schulstation an der Erika-Mann-Grundschule in Berlin-Wedding und die ergänzende Förderung und Betreuung an der Hermann-Herzog und Trift-Grundschule (heute Leo-Lionni-Grundschule) in Berlin-Wedding.

Aktuell kümmern wir uns in unseren fünf Kinderprojekten im Wedding um rund 1.000 Kinder. In unserer Kita, der Schulstation, unserer Ganztagsbetreuung an den beiden Kooperationsschulen und unserem Kinder- und Familienzentrum haben wir offene Ohren für die Belange der Kinder und Jugendlichen. Hier stehen wir besonders benachteiligten Kindern zur Seite und bieten ihnen die bestmögliche Förderung.

In unserer Beratungsstelle sind wir für alle da, die sich um das Wohl von Kindern sorgen. Der Berliner Kinderschutzbund berät Eltern, Angehörige, Kinder und Menschen, die mit Kindern arbeiten. Telefonisch oder in persönlichen Gesprächen suchen wir gemeinsam nach Auswegen aus der Krise. Die Beratungsgespräche sind kostenlos und vertraulich. Auf Wunsch auch anonym.